Frühe Entwicklungen wie
zum Beispiel vrTrader von Avatar Partners
oder Metaphor Mixer von Maxus Systems
International zeigten, daß Virtual Reality ein interessantes
Potential für den Finanzsektor bietet. Kurse von Wertpapieren oder
andere Finanzdaten können als 3D-Objekte visualisiert und interaktiv
manipuliert werden. Durch die Ausnutzung der dritten Dimension
n können v.a. bei grossen Datenmengen früh
Trends erkannt werden. Dies erlaubt, rechtzeitig Transaktionen
auszulösen und somit die Erhöhung der Renditeerwartung zu
steigern. Durch die offene Programmierschnittstelle von VRML lassen sich
diese 3D-Szenen mit bestehenden Finanzdatenbanken und mit Systemen der
Echtzeitdatenerfassung koppeln. Dies erlaubt, dem Nutzer von Finanzdaten
neben den bestehenden Softwarewerkzeugen eine weitere intuitive Sicht auf
Finanzdaten zu gewähren.Abbildung 2.6
Visualisierung von Finanzdaten beim Ubilab der Schweizerischen
Bankgesellschaft
Beim Ubilab, dem Forschungslabor der Schweizerischen Bankgesellschaft in Zürich, wird VRML dazu eingesetzt, Finanzdaten in eine 3D-Interaktionsform zu übersetzen, um diese und ihre gegenseitigen Abhängigkeiten besser verstehen zu lernen. Mit Hilfe einer 3D-Darstellung in der Gestalt einer Landkarte sollen gegenseitige Abhängigkeiten von zeitabhängigen Finanzdaten wie zum Beispiel Börsenkursen oder Textinformationen aus beliebigen Dokumenten aufgezeigt und für den Nutzer verständlich gemacht werden.